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Pelze, Pelze, wohin man blickt, überall Pelze: an jeder Ecke der Wiener Innenstadt starrt dir die Haut eines, nur um der Eitelkeit willen gemordeten Lebewesens entgegen. Früher war es ein Gemisch aus neureichen Edelkokotten und wachsgesichtigen Damen des vorgestrigen Bürgertums, die es nicht lassen konnten, sich mit fremder Haut zu schmücken. Mit einem Flair trotzigen Schuldbewußtseins und einem gelegentlichen nervösen Blick über die Schulter, stolzierten sie durch die Straßen.
Dem Gros der PelzträgerInnen heute sind diese Gefühle fremd – ihre modischen Jacken und Pullover wählen sie aus, ohne daß sie den Pelzbesatz an Kragen oder Manschette mit den Millionen gequälter Kreaturen auch nur in Verbindung bringen würden, die dafür ihr Leben lassen müssen. Viele von ihnen würden vielleicht zu einem anderen Modell, pelzlosen Modell greifen, wenn ihnen nur jemand bewußt machte, welches Leid sie durch ihre Entscheidung als KonsumentInnen verursachen
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