Das
war die Kunst-Auktion
Vorwort
& "Wie wird gesteigert?"
Katalog
Teil I - Kunstwerke Nr. 01 bis 20
Katalog
Teil II - Kunstwerke Nr. 21 bis 40
Katalog
Teil III - Kunstwerke Nr. 41 bis 60
Katalog
Teil IV - Kunstwerke Nr. 61 bis 76
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Vorwort
von Robert Menasse
„Es geht um die Wurst.“
Leider kostet sie viel Geld.
Ganz am Anfang, nämlich im Paradies, waren die
Menschen selbst Tiere. Denn sie konnten Gut und Böse
nicht unterscheiden, das Böse nicht einmal denken,
und kannten kein anderes Glück als das bloße
Am-Leben-Sein und dabei alles vorzufinden, was sie zum
Leben im Sinn des Stoffwechsels benötigten. Dieses
Glück muss vollkommen gewesen sein, denn seither
versuchen die Menschen immer wieder, ins Paradies zurück
zu finden. Diese Versuche kann man in der politischen
Geschichte nachlesen, aber auch auf den Gerichtsseiten
der Tagespresse.
Die Menschen wurden aus eigenem Verschulden aus dem
Paradies vertrieben. Mit ihnen mussten aber auch die
Tiere das Paradies verlassen. Nicht nur die Schlage,
sondern alle. Das hatte zwei Gründe: die schuldigen
Menschen sollten, wie es in den apokryphen Schriften
heißt, „ewig unschuldiges Leben vor Augen
haben.“
Seither haben die Menschen den Tieren sehr viel, die
Tiere den Menschen fast nichts zu verdanken. Und dass
sie in all ihren Versuchen, ihr (Über-)Leben zu
organisieren, die Unschuld vor Augen hatten, vergrößert
nur die Schuld der Menschen im Umgang mit Leben –
und es ist keine Entschuldigung, dass sie nicht nur
Tiere sondern auch ihresgleichen als Dinge und Objekte
sehen, etwa wenn ArbeiterInnen als „Kostenfaktor“
oder Kinder als „unser Humankapital“ bezeichnet
werden. Es zeigt nur, dass der Respekt vor dem Leben
unteilbar ist. Die Vertreibung aus dem Paradies hat
den Menschen eine „zweite Natur“ aufgenötigt.
Was ist die „zweite Natur“? Ein einfaches
Beispiel: Ein Mann kommt mit seinem Hund zum Fleischhauer.
Der Fleischhauer gibt dem Mann eine Wurst. Das versteht
der Hund nicht. Das ist die zweite Natur des Menschen.
Mit dieser zweiten Natur lässt sich Leben sichern
und Leben vernichten. Irgendwo dazwischen glüht
die alte, ewige Sehnsucht nach dem Paradies. Vielleicht
sind wir zumindest dem Hintereingang ins Paradies nirgendwo
so nah wie dort, wo Tiere ihr Paradies haben. Sie sollen
nicht nocheinmal unschuldig vertrieben werden, nur weil
der Natur fehlt, was alleine die menschliche Natur zum
Leben benötigt: Geld.
- Robert Menasse
Wie wird gesteigert?
Drei Möglichkeiten mitzusteigern:
-
Per Fax-Anbot mitsteigern
(jederzeit bis zum 2. März 2006)
Jederzeit bis zum 2. März 2006 gibt es die
Möglichkeit per Fax ein Anbot abzugeben. Verwenden
Sie dafür bitte unser Fax-Formular
(PDF, 117KB). Hier gibt es die Möglichkeit
anzugeben, bis zu welchem Limit bei welchen Exponaten
im Rahmen der Live-Auktion mitgesteigert werden
soll. Das Fax senden sie bitte an: +43 1 5226841.
-
Vorauktion im Internet auf
www.OneTwoSold.at (20. Februar bis 2. März
2006)
Vom 20. Februar bis zum 2. März , 12 Uhr,
gibt es die Möglichkeit Gebote für die
76 Exponate im Rahmen einer Internet-Vorauktion
abzugeben (siehe http://www.OneTwoSold.at/aia/kunstauktion).
Die Höchstbieter aller 76 Exponate sind selbstverständlich
am 9. März zur Live-Auktion im Rahmen des Gala-Abends
ins Naturhistorische Museum eingeladen, wo diese
dann auch die Möglichkeit haben, Ihre bei der
Internet-Vorauktion abgegebenen Gebote nachzubessern,
bzw. neue Gebote abzugeben, und das Exponat endgültig
zu ersteigern.
-
Live-Auktion im Naturhistorischen
Museum (9. März 2006)
Auf Grundlage der Ergebnisse der Internet-Vorauktion
werden die 76 Exponate im Rahmen einer Live-Auktion
am 9. März 2006 ab 19:00 im Saal 50 des Naturhistorischen
Museums endgültig versteigert.
Lieferbedingungen von United
Creatures
Bei der von 20.2.2006 bis 2.3.2006 auf www.OneTwoSold.at
durchgeführten Internet-Auktion handelt es sich
um eine Vorauktion. Der Höchstbieter dieser Internet-Vorauktion
wird zur Live-Auktion am 9. März 2006 in das Naturhistorische
Museum Wien geladen, wo die Exponate bei der United
Creatures Charity Auktion "Hilfe für das Tierparadies
Schabenreith" endgültig versteigert werden.
Sollte das Gebot des Internet-Höchstbieters durch
ein im Rahmen der Live-Auktion abgegebenes Gebot überboten
werden, hat er die Möglichkeit, sein über
Internet abgegebenes Gebot vor Ort nachzubessern. Durch
Abgabe eines Gebots und Akzeptierung der AGB gehen Sie
ein rechtsverbindliches Geschäft ein. Dieses führt
zum gültigen Vertragsabschluss, sofern das Höchstgebot
der Internetauktion bei der Endversteigerung am 9. März
2006 nicht überboten wird.
Der Ersteher bei der am 9.3.2006 abgehaltenen Live-Auktion
ist verpflichtet, den Kaufpreis sofort nach dem Zuschlag
zu bezahlen. Es wird kein Aufgeld verrechnet. Die Zahlung
kann bar, oder durch Banküberweisung innerhalb
von 3 Tagen erfolgen. Die bei der Live-Versteigerung
am 9.3.2006 zugeschlagenen Gegenstände sind vom
Käufer sofort nach Schluss der Auktion zu übernehmen,
nicht übernommene Gegenstände lagern auf Gefahr
des Erstehers. Allfällige Transportkosten gehen
zu Lasten des Erstehers, gleiches gilt für Kosten
der Verpackung. Die Gefahr des Transportes und der Verpackung
trägt der Ersteher.
Vor Bezahlung des gesamten Kaufpreises wird der ersteigerte
Gegenstand nicht ausgefolgt.
Gewähr wird nur geleistet für die Richtigkeit
der Angaben über die Urheberschaft eines Auktionsgegenstandes
(Echtheitsgarantie), darüber hinaus wird jede Haftung
- auch gegenüber Verbrauchern - ausgeschlossen.
Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand
ist Wien, anzuwenden ist österreichisches Recht.
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