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Kunst-Auktion
Zu Gunsten des Tierparadieses Schabenreith (9. März 2006)









Das war die Kunst-Auktion
Vorwort & "Wie wird gesteigert?"
Katalog Teil I - Kunstwerke Nr. 01 bis 20
Katalog Teil II - Kunstwerke Nr. 21 bis 40
Katalog Teil III - Kunstwerke Nr. 41 bis 60
Katalog Teil IV - Kunstwerke Nr. 61 bis 76

Download des gesamten Kunstkatalog als PDF (4.13 MB)


Vorwort
von Robert Menasse

„Es geht um die Wurst.“
Leider kostet sie viel Geld.

Ganz am Anfang, nämlich im Paradies, waren die Menschen selbst Tiere. Denn sie konnten Gut und Böse nicht unterscheiden, das Böse nicht einmal denken, und kannten kein anderes Glück als das bloße Am-Leben-Sein und dabei alles vorzufinden, was sie zum Leben im Sinn des Stoffwechsels benötigten. Dieses Glück muss vollkommen gewesen sein, denn seither versuchen die Menschen immer wieder, ins Paradies zurück zu finden. Diese Versuche kann man in der politischen Geschichte nachlesen, aber auch auf den Gerichtsseiten der Tagespresse.

Die Menschen wurden aus eigenem Verschulden aus dem Paradies vertrieben. Mit ihnen mussten aber auch die Tiere das Paradies verlassen. Nicht nur die Schlage, sondern alle. Das hatte zwei Gründe: die schuldigen Menschen sollten, wie es in den apokryphen Schriften heißt, „ewig unschuldiges Leben vor Augen haben.“

Seither haben die Menschen den Tieren sehr viel, die Tiere den Menschen fast nichts zu verdanken. Und dass sie in all ihren Versuchen, ihr (Über-)Leben zu organisieren, die Unschuld vor Augen hatten, vergrößert nur die Schuld der Menschen im Umgang mit Leben – und es ist keine Entschuldigung, dass sie nicht nur Tiere sondern auch ihresgleichen als Dinge und Objekte sehen, etwa wenn ArbeiterInnen als „Kostenfaktor“ oder Kinder als „unser Humankapital“ bezeichnet werden. Es zeigt nur, dass der Respekt vor dem Leben unteilbar ist. Die Vertreibung aus dem Paradies hat den Menschen eine „zweite Natur“ aufgenötigt. Was ist die „zweite Natur“? Ein einfaches Beispiel: Ein Mann kommt mit seinem Hund zum Fleischhauer. Der Fleischhauer gibt dem Mann eine Wurst. Das versteht der Hund nicht. Das ist die zweite Natur des Menschen. Mit dieser zweiten Natur lässt sich Leben sichern und Leben vernichten. Irgendwo dazwischen glüht die alte, ewige Sehnsucht nach dem Paradies. Vielleicht sind wir zumindest dem Hintereingang ins Paradies nirgendwo so nah wie dort, wo Tiere ihr Paradies haben. Sie sollen nicht nocheinmal unschuldig vertrieben werden, nur weil der Natur fehlt, was alleine die menschliche Natur zum Leben benötigt: Geld.

- Robert Menasse

Wie wird gesteigert?

Drei Möglichkeiten mitzusteigern:

  • Per Fax-Anbot mitsteigern (jederzeit bis zum 2. März 2006)

    Jederzeit bis zum 2. März 2006 gibt es die Möglichkeit per Fax ein Anbot abzugeben. Verwenden Sie dafür bitte unser Fax-Formular (PDF, 117KB). Hier gibt es die Möglichkeit anzugeben, bis zu welchem Limit bei welchen Exponaten im Rahmen der Live-Auktion mitgesteigert werden soll. Das Fax senden sie bitte an: +43 1 5226841.

  • Vorauktion im Internet auf www.OneTwoSold.at (20. Februar bis 2. März 2006)

    Vom 20. Februar bis zum 2. März , 12 Uhr, gibt es die Möglichkeit Gebote für die 76 Exponate im Rahmen einer Internet-Vorauktion abzugeben (siehe http://www.OneTwoSold.at/aia/kunstauktion). Die Höchstbieter aller 76 Exponate sind selbstverständlich am 9. März zur Live-Auktion im Rahmen des Gala-Abends ins Naturhistorische Museum eingeladen, wo diese dann auch die Möglichkeit haben, Ihre bei der Internet-Vorauktion abgegebenen Gebote nachzubessern, bzw. neue Gebote abzugeben, und das Exponat endgültig zu ersteigern.

  • Live-Auktion im Naturhistorischen Museum (9. März 2006)

    Auf Grundlage der Ergebnisse der Internet-Vorauktion werden die 76 Exponate im Rahmen einer Live-Auktion am 9. März 2006 ab 19:00 im Saal 50 des Naturhistorischen Museums endgültig versteigert.

Lieferbedingungen von United Creatures

Bei der von 20.2.2006 bis 2.3.2006 auf www.OneTwoSold.at durchgeführten Internet-Auktion handelt es sich um eine Vorauktion. Der Höchstbieter dieser Internet-Vorauktion wird zur Live-Auktion am 9. März 2006 in das Naturhistorische Museum Wien geladen, wo die Exponate bei der United Creatures Charity Auktion "Hilfe für das Tierparadies Schabenreith" endgültig versteigert werden.

Sollte das Gebot des Internet-Höchstbieters durch ein im Rahmen der Live-Auktion abgegebenes Gebot überboten werden, hat er die Möglichkeit, sein über Internet abgegebenes Gebot vor Ort nachzubessern. Durch Abgabe eines Gebots und Akzeptierung der AGB gehen Sie ein rechtsverbindliches Geschäft ein. Dieses führt zum gültigen Vertragsabschluss, sofern das Höchstgebot der Internetauktion bei der Endversteigerung am 9. März 2006 nicht überboten wird.

Der Ersteher bei der am 9.3.2006 abgehaltenen Live-Auktion ist verpflichtet, den Kaufpreis sofort nach dem Zuschlag zu bezahlen. Es wird kein Aufgeld verrechnet. Die Zahlung kann bar, oder durch Banküberweisung innerhalb von 3 Tagen erfolgen. Die bei der Live-Versteigerung am 9.3.2006 zugeschlagenen Gegenstände sind vom Käufer sofort nach Schluss der Auktion zu übernehmen, nicht übernommene Gegenstände lagern auf Gefahr des Erstehers. Allfällige Transportkosten gehen zu Lasten des Erstehers, gleiches gilt für Kosten der Verpackung. Die Gefahr des Transportes und der Verpackung trägt der Ersteher.

Vor Bezahlung des gesamten Kaufpreises wird der ersteigerte Gegenstand nicht ausgefolgt.

Gewähr wird nur geleistet für die Richtigkeit der Angaben über die Urheberschaft eines Auktionsgegenstandes (Echtheitsgarantie), darüber hinaus wird jede Haftung - auch gegenüber Verbrauchern - ausgeschlossen.

Erfüllungsort und ausschließlicher Gerichtsstand ist Wien, anzuwenden ist österreichisches Recht.

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