Pelze,
Pelze
wohin
man blickt, überall Pelze: an jeder Ecke der Wiener
Innenstadt starrt dir die Haut eines, nur um der Eitelkeit
willen gemordeten Lebewesens entgegen. Früher war
es ein Gemisch aus neureichen Edelkokotten und wachsgesichtigen
Damen des vorgestrigen Bürgertums, die es nicht
lassen konnten, sich mit fremder Haut zu schmücken.
Mit einem Flair trotzigen Schuldbewußtseins und
einem gelegentlichen nervösen Blick über die
Schulter, stolzierten sie durch die Straßen.
Dem Gros der PelzträgerInnen heute sind diese
Gefühle fremd – ihre modischen Jacken und
Pullover wählen sie aus, ohne daß sie den
Pelzbesatz an Kragen oder Manschette mit den Millionen
gequälter Kreaturen auch nur in Verbindung bringen
würden, die dafür ihr Leben lassen müssen.
Viele von ihnen würden vielleicht zu einem anderen
Modell, pelzlosen Modell greifen, wenn ihnen nur jemand
bewußt machte, welches Leid sie durch ihre Entscheidung
als KonsumentInnen verursachen.
Genau das ist das Ziel der neuen Kampagne von UNITED-CREATURES,
der Österreichischen Plattform für Tierrechte:
mit der tatkräftigen Hilfe von Artdirektor Alex
Mandic und des eigens aus Paris eingeflogenen Spitzenmodels
Kathrin Werderitsch (derzeit für Yamamoto tätig)
wurde eine Kampagne entworfen, die Othello, ein kleines
unschuldiges Häschen, als Symbol für das Morden
der Pelzindustrie in den Mittelpunkt stellt. In klinisch
freundlicher Atmosphäre zeigt eine Bildfolge, wie
man sich so einen kleinen Pelzkragen doch auch einmal
einfach „selber machen“ könnte. Damit
zeigt das Sujet eindringlich den Prozess der Verdinglichung
leidensfähiger Lebewesen, zu der unüberlegtes
Konsumverhalten im Alltag noch sein Scherflein beiträgt.
Flyer Deckblatt:

Folder:




Weiterführende
Informationen zum Thema Pelz.
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